Mein langjährigster tierischer Ent-Wicklungs-Gefährten ist Napoleon:
Er war damals ein halbes Jahr und ich 12 Jahre alt, als wir zueinander fanden. Heute, bald 30 Jahre später, leben wir gemeinschaftlich und müssen nicht mehr viel leisten sondern genießen es zusammen zu sein (aber wachsen natürlich weiterhin an dem ein oder anderen Thema):

Napoleon wurde 1997 auf einem nahe gelegenen Bauernhof geboren. Er hat bereits die verschiedensten Reitexperimente hinter sich und mir dabei immer klar gezeigt, was er von meinen verschiedensten Ideen hält. Er zeigt ein unglaublich facettenreiches Verhalten angefangen von einer unglaublichen Feinheit und Sensibilität bis zu einer augenscheinlichen Sturheit. Wundervolle Eigenschaft, denn er weiß um seine Fähigkeit, uns Menschen einen Spiegel vor Augen zu halten.
Auf der Suche nach einem Beistellpferd für Napoleon begegnete ich Yoki. Eigentlich suchte ich ein kleines Pony als Beisteller, eine Wallach, schon etwas älter. Yoki war eher größer, noch sehr jung und eine Stute. Genau das Gegenteil von dem was ich eigentlich suchte. Yoki verzauberte mich allerdings aufgrund ihrer charmante Färbung und ihrem sensiblem Ausdruck und so fand sie zu uns:

Yoki wurde 2014 in Irland geboren. Unsere Wege führten in 2017 zusammen. Durch ihr Aussehen bringt sie Menschen oft zum Lächeln und in die Kindheit zurückversetzt. Auch wenn sie optisch eigentlich eher an den „Kleinen Onkel“ erinnern müsste, wird sie den Ausruf „ohhh ein Pipi Langstrumpf Pferd“ sicherlich noch oft hören. Yoki bewundere ich besonders für ihre Unabhängigkeit, ihrer riesengroßen Neugier und Abenteuerlust. Der Vergleich mit Pipi Langstrumpf ist so, wenn es aufs Wesen bezogen wird, sicherlich nicht falsch.
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Dadurch das Yoki einige gesundheitliche Themen mitbrachte, beschäftigte ich mich in den letzten Jahren tiefer mit dem Thema Pferdegesundheit und -ernährung und schlussendlich habe ich ihr zu verdanken, dass ich in diesen Themenbereich eingetaucht bin und heute als Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin für Pferde mein Wissen dazu an andere Menschen weitergeben darf.
Napoleon hingegen brachte mich schon sehr früh mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung in Berührung und die ein oder anderen Tränen die ich aus Verzweiflung geweint habe, brachten mich mir selbst immer näher und bekräftigte mich den Weg der persönlichen Ent-Wicklung und Bewusst-Werdung weiter und weiter zu gehen.
So bin ich am Ende Dankbar (auch für die eher harten, fordernden Momente in meinem Leben) und ich wäre sicher ohne meine beiden pferdischen Wegbegleiter nicht der Mensch, der ich bin und könnte nicht all meine Erfahrungen an andere Menschen weitergeben.
