Bis Mitte/Ende zwanzig verlief mein Leben noch recht „normal“. So durchlief ich, wie so viele andere auch, eine „klassische“ Schul- und Ausbildungslaufbahn. Im Berufsleben angekommen, entschloss ich mich für ein nebenberufliches Studium im kaufmännischen Bereich.
Allerdings klopfte in mir immer wieder die innere Zweiflerin an, die sich fragte, worin der Sinn in meinem Lernen, Wirken und Erleben liege. Dadurch wurde die in mir wohnende Abenteurerin erweckt, die sich bis dahin erfolgreich versteckt hatte. Jetzt gab ich ihr Raum, indem ich z.B. allein zu Reisen begann und vielen interessanten Menschen und „anderen Lebensmodellen“ begegnete.
Mein Studium schloss ich erfolgreich ab. Allerdings lies ich mich auch für einige Monate währenddessen beurlauben (ebenso von meine Bürojob im Personalbereich) und sammelte tiefere, abenteuerlich beeindruckende Erfahrungen. Am meisten hat mich davon wohl der Aufenthalt in den Tessiner Bergen auf einer Ziegenalp geprägt. Schon der Aufstieg im tiefsten Schnee entsprach der Abenteurerin im mir und auch die Wochen eingebettet in einen natürlichen Tageszyklus inmitten der Natur, den Tieren und der kleinen Gemeinschaft prägten mein weiteres Leben, mit den für mich bevorstehenden Entscheidungen, sehr. Hier erkannte ich, dass weniger manchmal so viel mehr bedeutet und entdeckte die Magie in der Einfachheit. Es braucht so wenig um glücklich zu sein.

Anfang meiner Dreißiger zog ich von der Stadt zurück aufs Land. Ein wunderschöner, alter, kleiner Hof ließ mein Herz hüpfen und ich verliebte mich in den Ort, an dem ich bis heute noch „sesshaft“ bin. Eine neue Phase im meinem Leben begann und die beiden Pferde (Napoleon & Yoki), Oskar ein Schweinchen und Lima, meine Katzenmitbewohnerin, fanden ebenso ihr zu Hause an diesem wundervollen Ort.

Berufliche Veränderungen klopften auch noch an meine Tür, die mutige Entscheidungen verlangten. Zu dem Zeitpunkt kletterte ich gerade ein paar Sprossen der „Karriereleiter“ herauf und führte als Personalreferentin tagein, tagaus Vorstellungsgespräche und begleitete personelle Maßnahmen im Konzern. Viele konnten meine Entscheidung, diesen Job zu verlassen, nicht nachvollziehen. Für mich war es damals eine der wichtigsten Entscheidungen, um mich selbst tiefer und besser kennenzulernen und meinen ureigenen Pfad des Lebens wiederzufinden.
Ich bewarb mich innerhalb des Konzerns auf eine Halbtagsstelle, die mir Raum und Zeit schenkte nebenbei meine Selbstständigkeit aufzubauen und mich Aus- und Fortbildungen zu widmen, die mich von Herzen interessieren (dies waren die Aus- und Weiterbildungen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung) oder mit denen ich mich aus persönlichen Gründen tiefer auseinandersetzten musste (das waren die Aus- und Weiterbildungen im Pferdebereich, da mich die gesundheitlichen Themen, die Yoki mitbrachte, so sehr forderten).

Bis heute genieße ich das Leben auf dem Hof mit meiner Tierfamilie. Neue Erfahrungen sammeln und mich auszuprobieren steht weiterhin ganz oben auf meiner Prioritätenliste. So tauche ich weiterhin tief in meine eigenen Themen. Ich reite auf den Wellen, die das Leben so schenkt. Mal geht´s bergauf und mal bergab. Aber es fühlt sich immer echter und mittlerweile auch wieder leichter an.

Mein Lebenslauf ist mittlerweile so wild, dass ich mich selbst als damalige Personalerin heute wohl kaum noch zu einem Vorstellungsgespräch einladen würde (wobei ich selbst immer exotische Lebensläufe am interessantesten fand). Für mich bedeutet das Leben zu experimentieren, zu erfahren und zu erforschen. Vielleicht ein bisschen zu sein wie Pipi Langstrumpf und das Leben in all seinen bunten Facetten zu begreifen.
Ich liebe es, Menschen dabei zu begleiten, auf ihren ureigenen Pfad des Lebens zurückzufinden. Auf unserem Lebensweg haben wir uns durch Konditionen, Prägungen, Erlerntem oft so verwickelt, dass wir nicht mehr wissen, aus welchen Holz wir eigentlich geschnitzt sind. Die Reise der persönlichen Ent-Wicklung oder auch Bewusst-Werdung ist nicht immer die leichteste. Aber dafür die lohnenswerteste Reise, die ich je angetreten bin.

Auf diesen Wegen ist es manchmal hilfreich eine Hand von einem Menschen zu halten, der diese Wege bereits gegangen ist und im eigenen „Erkennungs-/Veränderungsprozess“ begleitet. Denn die Komfortzone zu verlassen bedeutet oft den unkomfortableren Weg zu gehen. Es bedeutet das Bekannte, Vertraute zu verlassen, die Ärmel hochzukrempeln und sich auch mal durch den schlammigen Sumpf zu kämpfen.
So sehe ich mich als diejenige, die deine Hand hält, wenn du deinen ureigenen Weg wiederfindest und deine Reise zu dir selbst antrittst. Ich halte deine Hand, damit du bei Gefahren die dir vielleicht begegnen, nicht gleich wieder in deine Komfortzone zurück huscht sondern mutig und voller Vertrauen den Weg ins Ungewisse beschreitest. Hand in Hand fühlt sich ein unbekannter, steiniger Pfad oft einfacher an und die Versuchung wieder umzudrehen ist viel geringer. Ich ermutige dich durchzuhalten, denn am Ende des Weges warten unendlichen Möglichkeiten, die dich in deinem vollem Potential, in deinem Licht in deiner Wahrhaftigkeit erstrahlen lassen. Aber natürlich ist es auch erlaubt mal am Wegesrand eine Pause einzuräumen, an die ich dich gerne auch mal erinnere.
Ich freue mich, wenn dein Weg zu mir führt und ich dich auf deiner Reise des Lebens ein Stück weit begleiten darf!
PS: Ebenso freue ich mich, wenn dein Weg zu mir führt, weil du dir Unterstützung bei gesundheitlichen Themen deines Pferdes wünschst. Denn auch hier weiß ich aus leider langjähriger eigener Erfahrung, was es bedeutet, unsicher oder gar überfordert und in Sorge bzgl. seiner Pferde zu sein. Auch diesen Weg gehe ich mit dir und deinem Pferd gerne Hand in Hand.
Deine Sonja
Aus- und Fortbildungen im Überblick:
ab Sommer 2025: Onlinehufkurs & -Begleitung (Maren Landvogt, „GoBarhuf“)
Mai 2025: Praxishufkurs (Jutta Waldvogel, Itzehoe)
2022-2025: Ausbildung zur Tierheilpraktikerin (Impulse e.V.)
2022-2024: Ernährungsberaterin für Pferde (Sanoanimal, Dr. Christina Fritz)
Sept 2024: Praxishufkurs (Jutta Waldvogel, Itzehoe)
Juli/August 2021: 10-tägige Visionquest inkl. 4 Solotagen in der Natur (Mirjam Helfenberger, Schweiz)
2020: Ausbildung zur LIEBLICHTSFACH-Trainerin (Herzsache, Tina Richter)
2019: Ausbildung zur Fachberaterin für Hochsensibilität (Heilpraktikerschule Wesel, Ralf Rankers)
2019: Ausbildung zur Natur- und Wildnispädagogin (Naturabenteuer Niederrhein, Christian Meister)
2018-2019: Coaching-Ausbildung/Prozessbegleitung (Lichtblick-Seminare, Andrea Hausmann & Miike Keppler)
2018: Ausbildung zum pferdegestützten Coach (Leben Lieben Lernen, Manuela & Casten Essig)
2016: nebenberufliches Studium: Bachelor of Arts (FOM Duisburg & Essen)
(Titel der Bachelor-Thesis: Von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit –
Wie mit Begleitung von Pferden die eigene Persönlichkeit entdeckt werden kann)
2003/06: Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement
Weiterbildungen im Bereich Persönlichkeits-entwicklung:
Zudem besuche ich schon seit vielen Jahren Kundalini-Yogastunden, Kundalini Yoga Camps, verschiedenste Frauenheilkreise oder Schwitzhüttenzeremonien. Für mich steht ein zu mir selbst tiefes Eintauchen sowie die authentische Begegnung mit Menschen im Vordergrund. So berühren mich Veranstaltungen tief, in denen sich Menschen im geschützten Raum wahrhaftig und mutig zeigen und sich so gegenseitig berühren, inspirieren und sich miteinander verbinden.
Weiterbildungen im Pferdebereich:
Auch hier bilde ich mich stetig zum Thema Fütterung, Haltung sowie Weidemanagement weiter. Neben den Kursen von Sanoanimal besuche ich bspw. Kurse bei Michelle Dargatz (Equibalance), Margarete Liesegang oder Team Huf. Was die Praxiserfahrung angeht, sind aber immer wieder meine eigenen Tiere auf dem Hof, meine besten Lehrmeister.
